Sonderausstellung „Schlösser für den Staatsgast": Aufsichtsdienst in Brühl


Zwei gegensätzliche politische Systeme – zwei Schlösser: Die Sonderausstellung „Schlösser für den Staatsgast – Staatsbesuche im geteilten Deutschland“, die zuerst im Schloss Schönhausen in Ost-Berlin und dann im Schloss Augustenburg in Brühl zusehen ist, nimmt ihre Besucher mit auf eine bewegte Reise. Für die Zeit der Ausstellung übernehmen wir im Sommerappartement vom Schloss Augustusburg in Brühl den Aufsichtsdienst (30.07.2016 bis 01.11.2016).

Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Gründung zweier Staaten in Deutschland rangen BRD und DDR um internationale Anerkennung. In West wie Ost setzte man dabei auf Staatsbesuche als wirkungsvolles Mittel der außenpolitischen Selbstdarstellung. Zwei Schlösser wurden zur Bühne dieser diplomatischen Bemühungen: Schloss Schönhausen in Berlin und Schloss Augustusburg in Brühl bei Bonn.

Mit festlichen Staatsbanketten, Empfängen des diplomatischen Corps und dem Austausch von Geschenken versuchten die jeweiligen Regierungschefs, ihre Gäste zu beeindrucken – und dies ganz bewusst in den prunkvollen Schlossräumen des 18. Jahrhunderts.
Die Ausstellung, die an beiden historischen Schauplätzen gezeigt wird, stellt die Repräsentationsorte zweier gegensätzlicher politischer Systeme einander gegenüber. Im Fokus stehen dabei die unterschiedlichen Rollen, die beide Schlösser zu erfüllen hatten: Schönhausen als Staatsgästehaus der DDR-Regierung, Augustusburg als prächtige Kulisse für Staatsempfänge der Bundesregierung.
Mit zahlreichen Fotografien, Film- und Tonausschnitten werden die Abläufe der Staatsbesuche in Ost und West veranschaulicht und ihre politische Zielsetzung beleuchtet. Authentische Objekte – darunter eine Auswahl von Staatsgeschenken oder eine festlich gedeckte Tafel – eröffnen einen ganz besonderen Blick auf Selbstinszenierung und Selbstverständnis der beiden deutschen Staaten.
https://www.schlossbruehl.de/ausstellung